Tourveranstalter

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Moderator: King Heath

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jan.gast
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Tourveranstalter

Beitrag von jan.gast » Mi Feb 14, 2007 11:12 am

...im Forum ist nicht viel los zur Zeit, da mag es manchen interessieren, dass über den deutschen Tourveranstalter, gemeinhin sehr zurückhaltend in Sachen Publicity (keine Homepage), gelegentlich als »Double A Entertainment‹, gelegentlich (nun zur bevorstehenden Tour) (wieder) als ›NIC Events‹ firmierend, doch etwas nachzulesen ist, nämlich hier:
http://holefull.de/images_press/nicol_presse1.jpg [by the way mit einem sehr seltenen Gruppenbild dreier Herren in feinem Zwirn]
und hier: http://holefull.de/images_press/nicol_presse2.jpg
Leider ohne Quellen, woher die Beiträge stammen.

Den Veranstalter mit kleinem Bildchen (ohne Schlips und Zwirn) gibt es hier in seiner Funktion des Managers einer Band namens ›Hole Full Of Love‹: http://holefull.de/hf_management_frames.htm

JG

Nicht der Ian
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Re: Tourveranstalter

Beitrag von Nicht der Ian » Mi Feb 14, 2007 12:56 pm

jan.gast hat geschrieben:by the way mit einem sehr seltenen Gruppenbild dreier Herren in feinem Zwirn
.. und Kurtie Beck in der zweiten Reihe. Wünsche dem Veranstalter ein glückliches Händchen bei etwigen Starallüren. Aus gut unterrichteten Kreisen wurde mir mal angetragen, dass Dr. A. zum Konzert nicht antreten wollte, weil es keine "weißen" Handtücher gab!

jan.gast
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Re: Tourveranstalter

Beitrag von jan.gast » Mi Feb 14, 2007 2:04 pm

Nicht der Ian hat geschrieben:... und Kurtie Beck in der zweiten Reihe
... in der Tat, der Herr saß ja auch im ›Publikum‹.
Ob man denen mal »Different Germany« als MP3 zukommen lassen sollte.

JG

Thomas G

Beitrag von Thomas G » So Feb 18, 2007 2:13 pm

Ein Rechtsradikaler ist K. B. ja nun doch nicht. Gab es eigentlich um 1983 vermehrte Neonazi-Aktivitäten in D., oder wie kam I.A. eigentlich auf den Text, hat da einer eine Idee?

King Heath
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Beitrag von King Heath » So Feb 18, 2007 3:08 pm

Thomas G hat geschrieben:Gab es eigentlich um 1983 vermehrte Neonazi-Aktivitäten in D., oder wie kam I.A. eigentlich auf den Text, hat da einer eine Idee?
Nicht mehr als heute. Vielleicht eher weniger. Aber die Stimmung im Lande wurde deutlich kälter: Kohl hier, Thatcher in Blighty. Und wenn Du Dir mal die New Wave Pop Bands und die Protagonisten der Neuen Deutschen Welle ankuckst, dann war die vorherrschende Mode etwa so:

… clean-cut boys all dressed as men
in sharpened uniform.


Vorne lang, hinten kurz. Das hat nicht nur bei Herrn A. Assoziationen hervorgerufen. Mir sind die 80er im Großen und Ganzen immer noch zuwider, ganz besonders aber im Musikalischen.

KH

Thomas G

Beitrag von Thomas G » Sa Feb 24, 2007 9:57 pm

Interessante Überlegungen. Aber ob Dr. A. tatsächlich in der "geistig-moaralischen Wende" das Heraufdämmern eines Reiches Nr. 4 erblickte? Ich oute mich hier gern als Linker, aber so weit würde selbst ich nicht gehen, wenn ich einen Song über Dr. K. schreiben würde. ;-) Die NDW war ja eigentlich auch überwiegend putzig. Ich hätte noch eine ganz andere Idee: Vielleicht war die Vision ja eher abstrakt, also gar nicht auf D. bezogen. "Germany" ist dann vielleicht nur eine Metapher für Totalitarismus, und "Different" würde dannn bedeuten, dass es um einen Totalitarismus anderswo geht, womöglich an einem alptraumhaften, gar nicht konkret räumlich und zeitlich angebbaren Ort.

Bei der Gelegenheit fällt mir eine WITZIGE Stelle aus den Simpsons ein: In Springfield wird der alljährliche, regelmäßig anarchisch ausartende "Tu-was-du-willst-Tag" zelebriert. Auf die Frage eines Reporters nach dem historischen Ursprung: "Das hat sich aus einer Tradition unserer deutschen Einwanderer entwickelt. Da hieß es noch "Tu-was-man-dir-sagt-Tag".

Warchild
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Beitrag von Warchild » So Feb 25, 2007 11:42 am

Zuletzt geändert von Warchild am Mi Aug 27, 2008 1:01 pm, insgesamt 1-mal geändert.

King Heath
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Beitrag von King Heath » Mo Feb 26, 2007 10:46 am

Warchild hat geschrieben:... was den Mainstream anging waren die Eighties Pfui aber das gilt ja heute umso mehr, man muss halt immer etwas tiefer buddeln um an das schwarze Gold (Vinyl) zu kommen ...
Natürlich soll und kann nicht alles über einen Kamm geschert werden, dennoch:

Da musste man sich in der Tat durch viel Gülle buddeln und dann war das, was man dann fand, auch nicht unbedingt gülden.

Ich erinnere die 80er vor allem als die Zeit, in der auf Partys die Sisters Of Mercy (meistens “Live in der Uncle Albert Hall“) rauf und runter genudelt wurden. Schauderhaft!

Und mich haben Bands wie Lemonheads, James und weiß der Geier wie die alle hießen, die sich damals in den kleinen Clubs rumtrieben, nach kurzer Zeit schon schwer gelangweilt. Das die dann irgendwann mal reich und berühmt wurden, hat mich immer sehr gewundert.

Klar, es gab auch Bands, die hatten Feuer. Dennoch: ich habe vergessen auf wie vielen Festivals ich auf, sagen wir, Zappa oder Gallagher gewartet habe, und statt dessen The Alarm hören musste. Beim ersten mal da tat’s noch weh und war eigentlich ganz in Ordnung, aber beim zweiten Mal stellte sich schon ein bisschen von der guten alten Langeweile ein. Beim dritten Mal war’s dann nicht mehr auszuhalten. Ich muss allerdings gestehen, dass auch Rory nicht nur gute Tage hatte, in den 80ern. Und über die 1986er Jethro Tull Tour wollen wir doch auch lieber den Mantel des Schweigens legen. Furchtbar war’s. 80er eben.

Die Schmidts habe ich nur noch in der Kurzreinkarnation ohne Morrisey aber mit Sinéad O’Connor gesehen, und das war sehr schön. Das war bevor Frau O’Connor zur Videoheulboje wurde. Auch was typisch 80ermäßiges: Fängt gut an, wird verwurstet und verendet als ganz schlimmer Popmüll.

Oder es war einfach nur düster, wie z.B. Joy Division, die ich allerdings mochte.

Alles in allem: Schwamm drüber. Oder einen schwarzen Lappen.

Krufti Heath

Thomas G

Beitrag von Thomas G » Mi Mär 07, 2007 9:05 pm

Als hervorragende Debütanten der Achziger mit zeitlos guter, intelligenter, stilistisch eigenständiger Rockmusik und markantem Gesang würde ich Marillion und Guesch Patti (& Encore) bezeichnen. Von denen habe ich immerhin alle Tonträger, und dass mir das passiert, ist selten genug, um es an den Fingern einer Hand abzuzählen (bisher: Tull, ELP, Marillion mit Fish, Guesch Patti, Van Der Graaf Generator). Tauchte Tori Amos nicht auch in den Achzigern auf? - Schlecht ist das wahrlich auch nicht.

Ich glaube, es ist eher so, dass die schlechten Sachen der Achziger nerviger (und kommerziell erfolgreicher) waren als die der Siebziger. MTV ist ein für mich bis heute nicht überwundener Kulturschock - seit Anbeginn kann ich es da nach dem Reinzappen fast immer nur ohne Ton aushalten, wenn gerade attraktive Frauen im Bild sind und es nicht so zappelig geschnitten ist, dass man Zuckungen kriegt.

Wotan
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80ziger

Beitrag von Wotan » Do Mär 08, 2007 10:05 am

na ja,

es war schon schlimm. Was mich genervt hat, waren vor allem die Typen welche um brennende Ölfässer herum sprangen. Die Geburt des Techno..
Für die Freunde des Hardrocks war allerdings einiges dabei. van Halen und Konsorten.
Die Studiotechnik wurde qualitativ besser und so entstanden in der Pop Musik ( Queen) doch recht hörbare Produkte.
Die Zeit der kreativen Rockmusik war vorbei... Eigentlich ist sie das bis heute. Ich kann z.B.: nur bedingt etwas mit U2 anfangen...
Irgenwann war die Luft raus. Kreatives Schaffen ist halt nicht unbegrenzt reproduzierbar. Weder in der Musik, noch in der Malerei oder gar in der Schriftstellerei... Was wirklich Neues ist weit und breit nicht auszumachen..
Wahrscheinlich müsste man neue Musikinstrumente erfinden um wirklich Neues zu produzieren.
Alles was bislang an Experimenten stattfand, dient mir höchsten dazu, aus Milch, Yoghurt zu machen..
Da macht auch der von uns allseits Vereehrteste Monsieur A. keine Ausnahme.. Alle ihm zugänglichen Accordfolgen mit allmöglichen Melodiebögen hat er durch.. Wenn er ein neues Album produziert, wird es natürlich wieder so klingen und uns an das Album X erinnern, wie gehabt.
Das ist für uns Hardcorefans OK und die meisten werden sich das Album zulegen. Vielfach nur deshalb um die Sammlung der JT Alben zu vervollständigen..

LG
Wotan

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