Jethro Tull-The Rock Opera

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Moderator: King Heath

Kwyjibo
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Kwyjibo » So Nov 27, 2016 6:37 pm

Whistling Catfish hat geschrieben:
Aber für mich funktioniert das so leider nicht mehr.

Kurzer Einwurf. Die TAAB 2 Tour hatte dir doch noch sehr gefallen, sodass du zuversichtlich für die Zukunft gewesen bist?

Whistling Catfish
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Whistling Catfish » So Nov 27, 2016 6:59 pm

Kwyjibo hat geschrieben:
Whistling Catfish hat geschrieben:
Aber für mich funktioniert das so leider nicht mehr.

Kurzer Einwurf. Die TAAB 2 Tour hatte dir doch noch sehr gefallen, sodass du zuversichtlich für die Zukunft gewesen bist?
Guter Einwurf! Und absolut richtig! Ich habe keine rechte Antwort darauf! Die HE Tour funktionierte für mich auch schon nicht mehr. Just in diesem Augenblick läuft ein Mitschnitt der Opera auf meinem Computer.....und ich kann das ganz gut geniessen. :shock: Solange ich die Bilder dazu nicht sehe! Wahrscheinlich haben Dietmar und HansJürgen recht.....wenn Sie sagen, dass der körperliche 'Verfall' der Idole irgendwie schmerzhaft ist und in meinem Alter wohl auch irgendeine Angst auslöst....hahaha!

Ich hasse mich selbst dafür, aber es schmerzt mich über die Maßen IA in den alten Posen zu sehen und er schwankt.....mit der Stimme anno 2016 könnte ich mit der Physis von meinetwegen noch 2009 wunderbar leben. Das würde mich immer noch nicht zu einem Fan des aktuellen Konzeptes machen, aber ich würde nächstes Jahr wiederkommen!

Ich weiß, dass das total ungerecht ist, da er ja wirklich das Beste gibt, was drin ist! Aber ich kann nicht anders....früher bin ich immer absolut aufgeladen und inspiriert aus so einem Konzert gekommen. Heute allenfalls nostalgisch!

I love this man.....ihr alle wisst das! Und ich bin voller Respekt und Hochachtung! Aber ich will den Becher nicht zur Neige trinken!

Edit: Oh....und wenn ich in meinem vorletzten Posting ein wenig sarkastisch war, so mag man mir das nachsehen. So ein Abschied von liebhewonnenem tut schon ein bisschen weh! Auch wenn es 'nur' Musik ist.......und wir alle, die wir noch dabei sind, wissen dass es mehr als das ist!
I wish I was a Catfish, swimmin' in the deep blue sea....

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Nightcap
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Re: Düsseldorf Rock Opera

Beitrag von Nightcap » So Nov 27, 2016 8:17 pm

Unisono hat geschrieben: Bei einigen meiner Vorredner habe ich mich gefragt, ob sie eigentlich in derselben Veranstaltung waren wie ich. Bei den Rezitativen habe es Black screen gegeben? Das war nur zweimal der Fall, als sie von Anderson live rezitiert wurden, sonst kamen sie vom Screen, auch wenn er sie sang.
Du meinst vermutlich das hier:
Nightcap hat geschrieben: Die Rezitative sind auch schon mein erster Kritikpunkt. Aus meiner Sicht völlig überflüssig, da den Text in unserem Sprachraum sowieso kaum jemand versteht. Da zwischen den Songs ja sowieso Pausen mit Black Screen sind, hätte ich entsprechende Live-Ansagen von Ian eindeutig besser gefunden.
Bitte nochmal genau lesen. Zwischen den Songs waren Pausen mit Black Screen, nicht während der Rezitative. Schon allein, damit die Leute klatschen können. Sprich: Ian hätte gut (auch lange) Ansagen machen können, bevor das nächste Video und der nächste Song startet. Aber das ist letztlich nur ein Detail.
Ansonsten finde ich es gut, dass es auch ein paar positive Stimmen gibt.
Jede/r erlebt das schließlich anders.
Whistling Catfish hat geschrieben: Ich hasse mich selbst dafür, aber es schmerzt mich über die Maßen IA in den alten Posen zu sehen und er schwankt.....mit der Stimme anno 2016 könnte ich mit der Physis von meinetwegen noch 2009 wunderbar leben.
Witzig. Mir geht's genau andersrum.
Die Stimme von (einem guten Abend in) 2009 mit der Physis von 2016 - ok!
Ich halte mich nicht für "unfit", aber ob ich in 17 Jahren noch genauso rumhüpfe wie Ian heute, glaube ich ehrlich gesagt nicht.
Da hat er meinen vollen Respekt!
Life's a long song
But the tune ends too soon for us all

Thomas
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Thomas » So Nov 27, 2016 8:34 pm

Also, ich muss mich an den neuen Catfish erst noch gewöhnen...

Whistling Catfish
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Whistling Catfish » So Nov 27, 2016 10:30 pm

Thomas hat geschrieben:Also, ich muss mich an den neuen Catfish erst noch gewöhnen...
This was then; this is now. All things change on a dime and how they change, they change and we must follow. Sweet the pill; bitter to swallow! (Ian Anderson - The Rock Opera- 2015) :wink:
I wish I was a Catfish, swimmin' in the deep blue sea....

jan.gast
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von jan.gast » Di Nov 29, 2016 8:13 am

Nun hat es der erste ausgesprochen:

Mitleid mit Rumpelstilz
http://www.all-in.de/nachrichten/allgae ... 46,2381884

wie bitter! Wir sollten was unternehmen.

JG

Whistling Catfish
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Whistling Catfish » Di Nov 29, 2016 11:09 am

jan.gast hat geschrieben:Nun hat es der erste ausgesprochen:

Mitleid mit Rumpelstilz
http://www.all-in.de/nachrichten/allgae ... 46,2381884

wie bitter! Wir sollten was unternehmen.

JG
Hat ja nicht jeder Lust sich bei jedem Lokalblättchen zu registrieren, daher hier der Artikel im vollem Wortlaut! Ist jetzt auch nicht wirklich tragisch oder allzu böse:
Allgäu hat geschrieben: Mitleid mit Rumpelstilz

Jethro Tull
An der Querflöte macht Ian Anderson noch immer einen guten Ton

Christian Gögler

Ian Anderson ist immer noch ein begnadeter Querflötist. Aber wenn der 69-Jährige singt, traut man seinen Ohren kaum. Die neue Show von Jethro Tull setzt auf eine Bilderflut – und erinnert an den Namensgeber der Band.

Wie eine Nachtigall sang Ian Anderson noch nie. Doch bei seiner neuen Tour müht und quält sich der Querflöten-Rocker spürbar mit seiner Stimme. 1.800 Besucher nahmen jetzt in der Big Box Allgäu in Kempten den vertrackten Sound der englischen Progressive-Band Jethro Tull unter die Lupe.

Das Konzert von Jethro Tull ist als Rockoper konzipiert. Hinter der fünfköpfigen Band läuft während der gesamten Show ein Film, der sich mit den Entwicklungen von Land und Landwirtschaft und der zukünftigen Sicherstellung der Welternährung beschäftigt. Und mit dem Leben des Agrar-Pioniers Jethro Tull, der der Band ihren Namen gab.

Auf historischen Bildern ziehen Pferde Pflüge durch Englands Erde. Hoch gerüstete Traktoren und monströse Erntemaschinen walzen darüber. In Labors wird geklont und mit genetisch veränderten Pflanzen experimentiert.

Die Idee, den virtuellen Teil auf Leinwand und das Live-Konzert zu verknüpfen, mag gut gemeint sein. In der Umsetzung wirkt es aufgesetzt. Die Bilderflut von der Großleinwand lenkt den Blick fort von der realen Band. Dadurch, dass deren Songs und Film zeitlich aufeinander abgestimmt wurden, müssen spontane Soli entfallen und leider auch die beliebten schrullig-ironischen Ansagen Andersons.

Fünf neue Stücke


Neben fünf thematisch eingefügten, unveröffentlichten neuen Stücken taucht „Tull“ tief ein in die progressive Phase mit dem Schwerpunkt „Aqualung“ und in die spätere Folk-Ära. Die Band fischt seltene Perlen wie „Wind-up“, „Weathercock“ oder „Jack-in-the-Green“ aus dem umfangreichen Backkatalog. „A new Day Yesterday“ kommt als erstaunlich explosive Bluesrock-Nummer mit Ian Anderson an der Mundharmonika.

Die Höhen brechen weg


Singt er, fällt sofort auf: Die Stimme hat kräftig Federn gelassen. Besonders angestrengt klingt sie bei „Living in the Past“ und „The Witch’s Promise“; die Höhen brechen weg, Anderson ringt, man leidet mit, und am liebsten hätte man ihm beim Singen geholfen.

Zu einem großen Teil hat der Chef aber vorgesorgt: David O’Donnell, sein Bassist David Goodier und die Isländerin Unnur Birna Björnsdóttir entlasten ihn playback von der Leinwand, so dass Anderson nicht einmal 50 Prozent seiner Texte selbst singen muss.

Bei aller Querverbindung mit der Leinwand steht fest: Der Gesang gehört live auf die Bühne. Warum engagiert Anderson keinen tauglichen Sänger? Dann könnte er sich ganz auf sein Gitarren- und Querflötenspiel konzentrieren, das nach wie vor herrlich perlt oder turbulent faucht.

Sportlich und gelenkig


Sportlich gelenkig huscht der 69-jährige Rumpelstilz von dort nach hier, fuchtelt mit der Flöte und schlenkert lässig auf einem Bein stehend mit dem anderen. Da ist er ganz der Alte. Mit Florian Opahle – seinem versierten Rosenheimer Gitarristen, der manches beklatschte Solo vom Stapel lässt – duelliert sich Anderson lustvoll.

Völlig entfesselt spielt Jethro Tull aber nur am Ende in einer atemberaubenden Fassung ihres „Locomotive Breath“, bei dem hinter der Band eine Dampflok über endlose Schienenstränge rast.

Das anfangs verhaltene Kemptener Publikum tobt zwar. Aber das Film-Konzert hinterlässt ein zwiespältiges Gefühl.
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Marengo
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Marengo » Di Nov 29, 2016 11:43 am

Es gibt einen wunderbaren Roman von Frank Thiess über den Krieg zwischen Russland und Japan im Jahre 1904/05, dessen Höhepunkt die dramatische Schilderung der vollständigen Vernichtung der russischen Flotte in der Seeschlacht bei Tsushima darstellt. Ein russischer Offizier brütet, nachdem japanische Granaten sein Schiff bereits in einen lichterloh brennenden Heuschober verwandelt haben, über der Frage, ob dieses Grauen überhaupt noch steigerungsfähig ist. Im nächsten Moment schlägt irgendwo eine japanische Granate ein, wirbelt die Trümmer durcheinander und entfacht neue Brände, womit die Frage stillschweigend beantwortet ist. Bezogen auf Ian Andersons "Stimme" zeigt das Jahr 2016, dass auch deren Verfall noch steigerungsfähig ist. Danke, Ian, für all die vielen schönen Shows und Jahre, aber ich glaube, hier ist ein ganz großer Ausnahmekünstler mitten bei der Selbstdemontage. Wer der beiwohnen möchte, nur zu.

Laufi
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Laufi » Di Nov 29, 2016 12:22 pm

Moin:

das Schlimme an dieser Selbstdemontage (die ich ja schon länger als solche empfinde) ist, daß "Unbeteiligte" das ebenso sehen. Es passiert quasi nie, daß irgendein Lokalblatt auch nur annähernd etwas kritisches über ein Konzert schreibt und wir lesen hier -das muss man so deutlich sagen- einen Verriss nach dem anderen.

"Wissen, wann Schluß sein sollte" und die damit verbundene Selbstreflektion täten wohl mal Not.

Achso, keine Häme, falls das einer meint. Mich macht das echt traurig.

cheers,

Laufi
"Du hast wohl nen nassen Helm auf!"

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Beasty
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BWL meets music

Beitrag von Beasty » Di Nov 29, 2016 2:18 pm

Irgendwo ist es aber auch heroisch, dass er sich die Stimme schonungslos kaputt gemacht hat. Man kann es genau hören in Mitten der Folktriologie circa 1978, dass Anderson dunkler und rauer aber immer noch ausdrucksstark singt. Danach bis 1984 weiter Vollgas bis zum vollständigen Verlust.
Bein anhören der neuen „Solstice Bells“ EP und „Another christmas song“ (ewig nicht mehr gehört) bin ich fast noch überrascht wie markant die Stimme 1989 noch war. Wäre seine alte Gesangsstimme nicht so unheimlich passend und kongenial zur Musik gewesen, würden wir hier nicht so debattieren sowie lamentieren und uns über zotige Reviews aus dem Allgäu ärgern (müssen).
Es gibt kein zurück, außer eines vollständig neuen Gesangspartners. Aber Kinder, wer soll das bezahlen (wer hat so viel Geld) und verschiebt das nicht den Break Even Point eines Ian Anderons sings/performs/is/plays Jethro Tull Konzertes schmerzhaft nach oben?
„It‘s money that matters“ wusste schon Randy Newman.
He's hundred names of terror, the creature you love the least. Picture his name before you and exorcise the beast.

Whistling Catfish
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Re: BWL meets music

Beitrag von Whistling Catfish » Di Nov 29, 2016 2:26 pm

Beasty hat geschrieben:
Es gibt kein zurück, außer eines vollständig neuen Gesangspartners. Aber Kinder, wer soll das bezahlen (wer hat so viel Geld) .
Und wer WILL das eigentlich wirklich sehen? Ehrliche Frage!
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Beasty
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It was a new concept yestersay but it's an old one now

Beitrag von Beasty » Di Nov 29, 2016 3:12 pm

Ich bin jetzt zum vierten Mal innerhalb von 14 Jahren im Mannheimer Rosengarten gewesen und die Zuschauerzahl wurde nicht wirklich weniger. Egal welches Konzept, egal wie gruselig der Gesang. Würde Ryan wirklich in dieser Gesangsrolle aufgehen? Ich mag seine Intonierung sehr aber ich mag nicht seine schauspielerische Leistung, die das immer noch überfrachtet. Eine Marionette, die von Anderson Anweisung erhält wie sie zu agieren hat, wäre sicherlich auf Dauer auch nicht „der wahre Jakob“.
Wie ich sehe wird im ersten HJ 2017 auch wieder fleißig getourt und dann kommt ja auch schon SFTW als Reissue. Das gibt auch wieder Rückenwind und neue Termine für das zweite HJ 2016. „Ian Anderson plays the the Best of SFTW + selection of JT’s greatest hits live & acoustic feat Ryan O’Donnell.
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Jens
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Jens » Di Nov 29, 2016 4:37 pm

Auch wenn Ian Anderson in diesem Stil bis an sein Lebensende weitermachen sollte, so wird er es dennoch nicht schaffen sein Lebenswerk zu zerstören.

Whistling Catfish
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Whistling Catfish » Di Nov 29, 2016 4:47 pm

Jens hat geschrieben:Auch wenn Ian Anderson in diesem Stil bis an sein Lebensende weitermachen sollte, so wird er es dennoch nicht schaffen sein Lebenswerk zu zerstören.
Da gebe ich Dir uneingeschränkt recht!
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Whistling Catfish
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Re: Jethro Tull-The Rock Opera

Beitrag von Whistling Catfish » Di Nov 29, 2016 9:09 pm

Um auch mal wieder etwas versöhnliches zu sagen: Die aktuelle Produktion ist ja nicht per se schlecht. Man kann das so machen. Man sieht, das man sich Mühe gegeben hat und man hat das technisch auch gut umgesetzt! Es liegt am Ende an jedem selber, was er daraus macht.

Wie obiges Zitat aus dem Werk selber ja sagt: Die Dinge ändern sich und sie ändern sich halt wie sie sich ändern!

Und um in Ian's eigenen Worten zu bleiben: Vllt. bietet er in der Tat noch eine süße Pille an, nur mir schmeckt sie bitter! Das ganze Multimedia Ding ist am Ende doch eine Idee, ein unverschuldetes Defizit auszugleichen. Wären die anderen Stimmen live on Stage wäre das im Grundsatz auch nichts anderes. Grundsätzlich ist Da nichts ehrenrühriges oder gar demontierendes dran.

Einzig und allein die Tatsache, dass ich persönlich meine alten Glücksgefühle nicht mehr daraus beziehen kann, berechtigt mich in keinster Weise die Integrität des Künstlers in Frage zu stellen. Solange er einen Teil seines Publikums erreicht, ist alles gut! Solange es jeden Abend noch ein paar Leute gibt, die annähernd die gleiche Freude, Kraft und Inspiration aus so einem Abend mitnehmen, wie ich das über so viele Jahre konnte, solange soll es auch weitergehen! Das meine ich ernst!

Ich glaube, ich habe in meiner Zeit so ziemlich alles mit dieser Band erlebt, wovon ich 1988, als ich zum Fan würde, nicht einmal zu träumen gewagt habe! Insofern ist es Zeit für MICH in 'Tull-Konzert-Rente' zu gehen und es wäre arrogant und ungerecht und vor allem völlig unangemessen für einen Fan wie mich, das Ende der Tourerei herbeizusehnen, nur weil es mir nichts mehr gibt!

Ich wünsche dem 'Zirkus', wie ich die ganze Geschichte immer liebevoll für mich nannte, auch in Zukunft alles Gute und viel Erfolg! Und irgendwie werde ich der ganzen Geschichte auch immer verbunden bleiben! Ich bin wirklich dankbar für alles was ich bisher erleben durfte! Und damit meine ich keineswegs nur das eine oder andere 'Privileg', welches mir zu Teil wurde! Long live IA and Jethro Tull!
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