Heavy Horses - Steven Wilson Remix

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Moderator: King Heath

Unisono
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Unisono » Sa Mär 03, 2018 12:25 am

Laufi hat geschrieben: "Botanic Man Theme": ist im Prinzip "Botanic Man" als Thema, also ohne Gesang.
ha, wer ein wenig Geduld hat oder (wie ich gerade eben) aus Versehen nicht ausschaltet, hört plötzlich noch die paar Zeilen von "A Town in England" - als Teil von Track 18 (also Botanic Man Theme) angehängt

Für mich war eben Botanic Man der Höhepunkt. Vorher eher so beiläufig zugehört, Texte gelesen und gedacht, schön, keine Sensationen, aber schön. Und plötzlich hat es mich elektrisiert: Dieses "Botanic Man" ist genial! Ein wenig glatt, da hast Du recht, aber das so hinzubekommen, ohne dass es ZU glatt wird - das ist richtig große Kunst. Man hört, wie D. Palmer die Hand mit im Spiel gehabt hat (Elemente der [späteren] "Elegy" klingen an). Habe mir das Stück (als einziges der CD 1) gleich mehrmals angehört. Wunderschön, die durchgehende Klavierbegleitung von DP, von der 2. Strophe an von den Streichern unterstützt. Auch der Text, auch der Gesang mit der großen Steigerung, so ein Genuss. Ein wunderbarer Trost nach einer nicht gut verlaufenen Woche, danke Ian.

Der instrumentale Teil am Ende von "Horse Hoeing Husbandry" kommt mir recht vertraut vor. Zum einen, weil das Thema deutlich an einen Abschnitt aus "Scheharazade" von RImsky-Korsakoff anklingt. Zum andern habe ich aber den Verdacht, dass es auch eine Tull-interne Parallele gibt, auf die ich jetzt nur nicht komme. Erkennt einer von Euch den Beuzg?

jan.gast
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von jan.gast » Sa Mär 03, 2018 12:22 pm

Unisono hat geschrieben:wer ein wenig Geduld hat oder (wie ich gerade eben) aus Versehen nicht ausschaltet, hört plötzlich noch die paar Zeilen von "A Town in England" - als Teil von Track 18 (also Botanic Man Theme) angehängt
In der Tat: ist unverständlich, weshalb mit diesem ›Song‹ so verfahren wurde, in der Vorab-Listung tauchte er regulär auf, hätte dann aber sicher nicht in diese Stelle als eine Art hidden track gehört, in der Listung auf dem Cover der Box taucht er gar nicht erst auf, in den Kaptiteln Texten und »IA über alle Songs« wiederum ja.
IA schreibt dort, man hätte nach 1 Minute mit Gesang ausgeblendet, um den Leuten die weiteren 5 Mnuten instrumentales Demo-Material nicht zuzumuten. Wie er da (erneut) irrt: genau diese weiteren 5 Minuten hätten sicher die Hardcore-Gemeinde, die sich diese Boxen kauft, erfreut.

JG

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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Laufi » Sa Mär 03, 2018 1:23 pm

Unisono hat geschrieben:
ha, wer ein wenig Geduld hat oder (wie ich gerade eben) aus Versehen nicht ausschaltet, hört plötzlich noch die paar Zeilen von "A Town in England" - als Teil von Track 18 (also Botanic Man Theme) angehängt
Verrückt, hab das grad erst gehört (sitze im Zug und höre die gerippten CDs), auf der DVD (zumindest in 5.1.) ist das nämlich nicht drauf. Hätte ich tatsächlich gerne noch ein bisschen weiter gehört ...

Die bonus tracks gefallen mir insgesamt nach drei weiteren Durchläufen um einiges besser.

cheers,

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Beasty
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Beasty » Sa Mär 03, 2018 4:30 pm

Ich sehe das mit den Line-Notes zu "A Town in England" etwas positiver. War er bei "Advertising Man" noch rigoros, so hat ihn das Bedauern der Fans und gute Zureden von Wilson immerhin dazu gebracht, einen kurzen Blick auf den Song zu gewähren. Das ist doch auch famos! Anderson hat einen hohen Anspruch an die Sachen die an die Öffentlichkeit kommen und er ist Vollblutmusiker. Ich sitze im Zug und verschlinge die Liner-Notes förmlich. Wunderbare Geschichtsaufarbeitung!
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Marengo » Sa Mär 03, 2018 5:20 pm

Unisono hat geschrieben: Für mich war eben Botanic Man der Höhepunkt.
Jau, für mich als bekennender Fan guter Pop-Musik auch. Rest ist auch klasse. Bern find' ich eher enttäuschend, aber der Jakko hat bisher noch keinen Mix richtig gut hinbekommen. Und für Steven Wilson ist das wohl unter seinem Niveau. Schade, da wäre mehr gegangen.

folkfreak
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von folkfreak » Sa Mär 03, 2018 7:09 pm

Bern ist tausend mal besser als Bursting out.

Jack Green
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Jack Green » Sa Mär 03, 2018 9:03 pm

Jetzt habt ihr mir den Mund wässrig gemacht. Habe mir die Box jetzt bestellt.

Unisono
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Unisono » Sa Mär 03, 2018 10:49 pm

da hast Du recht getan!!

King Heath
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von King Heath » Sa Mär 03, 2018 11:39 pm

folkfreak hat geschrieben:Bern ist tausend mal besser als Bursting out.
Und interessanterweise ist die Flöte im Intro zu hören. Leider wurde im Buchlet nichts dazu geschrieben. Ich vermute, IA hat sie speziell für die Bern Aufnahme dazu geblasen und zwar nicht auf der Bühne sondern Backstage, denn man hört das Publikum bei seinem Auftritt lauter werden. Am 18. Mai 1978 in Berlin gab es jedenfalls keine Flöte im Intro und auch am 2. Juni 1978 in Kiel nicht.

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Pachinko
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Pachinko » So Mär 04, 2018 9:48 am

Laufi hat geschrieben:
Unisono hat geschrieben:
ha, wer ein wenig Geduld hat oder (wie ich gerade eben) aus Versehen nicht ausschaltet, hört plötzlich noch die paar Zeilen von "A Town in England" - als Teil von Track 18 (also Botanic Man Theme) angehängt
Verrückt, hab das grad erst gehört (sitze im Zug und höre die gerippten CDs), auf der DVD (zumindest in 5.1.) ist das nämlich nicht drauf. Hätte ich tatsächlich gerne noch ein bisschen weiter gehört ...

Die bonus tracks gefallen mir insgesamt nach drei weiteren Durchläufen um einiges besser.

cheers,

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Der 1-Minutenschnipsel von "A Town in England" ist auf der DVD als "Easter Egg" versteckt.
Kleine Anleitung:
"Steven Wilson Remixes" -> "Associated Recordings", dann bis nach unten auf "main menu".
Dort nicht "Enter", sondern "Pfeiltaste rechts".
Hufeisen wird grün.
Jetzt "Enter".

folkfreak
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von folkfreak » So Mär 04, 2018 12:37 pm

Unisono hat geschrieben: Der instrumentale Teil am Ende von "Horse Hoeing Husbandry" kommt mir recht vertraut vor. Zum einen, weil das Thema deutlich an einen Abschnitt aus "Scheharazade" von RImsky-Korsakoff anklingt. Zum andern habe ich aber den Verdacht, dass es auch eine Tull-interne Parallele gibt, auf die ich jetzt nur nicht komme. Erkennt einer von Euch den Beuzg?

Mich erinnert das ziemlich an "Under the greenwood tree"

Außerdem erinnert dieser ganze Instrumentalteil ziemlich an die endsiebziger Ougenweide . Das könnte genau so auch auf dem Ousflug Album sein...

Beasty
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Beasty » So Mär 04, 2018 1:57 pm

Die zusätzlichen Aufnahmen sind eine wahre Pracht.
Das Master von LITHT II hätte noch wunderbar auf die Platte gebracht. Der Stil, die Orchestration, der Sound, der Fluss der Musik: Herrlich!
"Botanic Man" ist zauberhaft und romantisch; im Juni 78 aufgenommen als schon die Vorbereitungen für "Stormwatch"
liefen. Für mich mindestens so gut wie "Broadford Bazaar", das wohl zusammen mit "A Stich In Time" bereits im August 78 aufgenommen wurde - fast sogar ein Klassiker. Das "Cheesy" zu nennen ist total ignorant. Die weiche Seite von Anderson, auch von Palmer gefördert, war immer etwas ganz Besonderes. Unfassbar wie diese Tull-Maschine lief, wie sie funktionierte, Geld verdiente und in Tour-Pausen fleißig weiter aufgenommen wurde weil der Studiobau viel Geld kostete. Auch die Geschichte rund um Maison Rouge ist extrem interessant erzählt.
"Evertyhing In Our Lives" ist auch sehr hörenswert. "Kelpie" klingt an aber dann doch wieder nicht wirklich.
"Horse-Hoeing Husbandry" klingt eher nach SFTW und ist auch ein tolles Stück. Dunkel am Anfang (Dark Ages, ja) dann der Folkteil und die Tin Whistle. Der Refrain gefällt mir, sehr majestätisch.
Und dann noch die sensationelle Info, dass der Backing Track von "4 WD" auch bereits im Juni 78 aufgenommen wurde.
Den bekommen wir wohl nicht mehr zu hören.
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Laufi » So Mär 04, 2018 2:21 pm

Beasty hat geschrieben:Das "Cheesy" zu nennen ist total ignorant. Die weiche Seite von Anderson, auch von Palmer gefördert, war immer etwas ganz Besonderes.
Naja, "cheesy" heisst ja nicht "schlecht", insofern finde ich das nicht ignorant. Leckerer Weichkäse halt. Das ist genau das, was ein Thema für eine Fernsehsendung braucht.

Die bonus tracks bleiben nach mehrmaligem Hören sehr gut hängen, keine Frage. Und es ist erstaunlich, was bei JT Ausschuss ist (wonach sich andere Kapellen wohl die Finger lecken würden), allerdings: einen Klopper wie "Old Aces Die Hard" höre ich nicht (das ist überhaupt gar keine Kritik, ich bin vollkommen happy mit den Songs und der kompletten Box).
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von Beasty » So Mär 04, 2018 2:43 pm

Ich hatte auch nicht dich im Visier, sondern eher den Typen, der die ersten Eindrücke (in englischer Sprache) schilderte und überall was dran auszusetzen hatte. "Old Aces Die Hard" war schon ein Glücksfall aber bei "Botanic Man" werde ich richtig weich. So erhaben und würdevoll. Die Zwillingsschwester zu "Elegy" um den tollen Gesang von Anderson bereichert.
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Re: Heavy Horses - Steven Wilson Remix

Beitrag von mart » So Mär 04, 2018 2:50 pm

Die ersten 2/3 von "Horse-Hoeing Husbandry" sind der Hammer. Das Ende mit der Tin-Whistle ist mir dann etwas zu dünn, aber sei´s drum...
Und dann der Klang von Martins Gitarre - einfach göttlich, was da selbst bei einem eher harmlosen Song wie "Quatrain" an Schmackes rüberkommt. Dazu dieser obergeile Punch von Barries Schlagzeug.
Das ist dann auch mit die grösste Kritik: Bei allen Live-Abmischungen von Jakko klingt das Schlagzeug merkwürdig leblos. Auch der Rest ist eher dumpf. Da wirkt "Bursting Out" in weiten Teilen deutlicher, wenn auch aggressiver im Klang. Allerdings hat man damals wohl einiges nachträglich hinzugefügt, was im Booklet ja auch angesprochen wird.
Aber schlecht ist es das neue Konzert trotzdem nicht.
Die Sache mit dem "Hidden Track" ergibt für mich überhaupt keinen Sinn. Was soll sowas ? Warum kann "A Town in England" keine eigene Tracknummer haben ?
Zum Album selbst: Wieder richtig fein gemacht von Steven. Keine Ahnung, wie er das macht, aber es ist mal wieder jedes Instrument deutlich zu hören, ohne daß ein Klangbrei entsteht oder etwas anderes dafür in den Hintergrund gedrängt wird. Einfach toll.
Lediglich bei Ians Vocals fehlt mir im Vergleich zum Original etwas zuviel Hall, sie klingen dadurch trockener.

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