12.10. mit Pentangle

Diskussion über Clive Bunkers Aktivitäten. / Discussion about Clive Bunkers activities.

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Ulla
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12.10. mit Pentangle

Beitrag von Ulla » Mi Okt 24, 2007 1:36 pm

Ja, der 12.10. war "one of those days".
Der ursprüngliche Plan sah so aus: Wir fahren gemütlich nach Banbury zum Canalside Festival und schauen ein paar Freunden bei der Arbeit zu (Oonagh Ryder - Tochter von annA, Steve Tilston, mit dem Clive auch schon mal auf Tour war, Peggy & PJ und Pentagle). Dazu trinke ich gemütlich ein paar Bierchen, Clive nicht, weil der musste fahren :wink:

Clive freute sich besonders auf Pentangle, weil er in den letzten Monaten ein paar Mal für Gerry Conway eingesprungen war, wenn der eine Doppelbuchung mit Fairport hatte. Er wollte endlich mal live sehen, was Gerry da so macht.

Mittags rief dann Jacqui McShee an und fragte Clive: "Kannst du eventuell heute spielen? Gerry ist beim Arzt, weil mit seiner Schulter was nicht stimmt." Sie sagte noch, dass sie 2 Stunden später wieder anrufen würde, um genau Bescheid zu geben, was der Arzt nun sagt.

2 Stunden später. Gerry konnte definitiv nicht spielen und gab den Leidenden. Jacqui gab später eine tolle Imitation zum Besten.
Also: Schlagzeug ins Auto räumen. Beim Schleppen beschwerte ich mich mal wieder: "Warum spielst du keine Triangel?" Die Frage stelle ich dem Alten aber häufiger, sodass ich gar nicht mehr beachtet werde. Bestenfalls noch ein gemurmeltes "Halt den Mund und bring mir die kleine Kiste."

In Banbury dann Aufbau und Soundcheck. Ich traf mich in der Zeit mit ein paar Freunden und wir saßen vor der Mill im Sonnenschein. Ich dachte mir: "Mach ich mir halt alleine einen schönen Tag und sehe so auch zum ersten Mal Clive mit Pentangle."

Nach dem Soundcheck kam dann aber Jacqui zu mir und druckste rum. Endlich brachte sie ihr Anliegen vor: Ihre Managerin konnte vermutlich auch nicht kommen und so bat sie mich, den Merchandise zu machen. Ich wollte sie nicht hängenlassen und übernahm den Job.

In der Mill ist der Verkaufstisch vor der Halle, sodass der Verkäufer vom Gig gar nichts mitkriegt. Also sagte ich ihr, dass ich die Display Copies während des Auftritts auf dem Tisch lassen und die Ware hinter die Bühne bringen würde, sodass ich nur vor und nach dem Gig am Stand sein musste.

Dann aber sah mich Steve Tilston dort sitzen und - schwupps - hatte ich seinen gesamten Backkatalog auf dem Tisch. Dann kam noch Peggy mit diversen CDs und seiner neuen Box. Und damit war mein Plan geplatzt.

Nun aber tauchte Stevie, die Managerin auf. Also dachte ich, dass ich nun doch die Show sehen könnte und sagte ihr, dass sie ja nun ihren Job machen könne. Sie nickte, murmelte, dass sie sich nur schnell einen Kaffee holen würde und verschwand. Für sehr lange Zeit.

Ich mache die Sache kurz: Ich bekam insgesamt nur 3 Nummern der Show mit. Das Publikum war ganz aus dem Häuschen, weil Clive wohl ein grandioses Solo gespielt hat. Hab ich aber nicht gesehen. Jacqui sagte nachher, dass Clive wirklich tadellos gespielt hat, auch bei einigen sehr kniffligen Arrangements. Schön zu hören, hab ich aber auch nicht gesehen. Bassist Alan Tompson fiel Clive um den Hals und bedankte sich für eine gelungene Show. Toll, dass alle so begeistert waren.

Ich durfte dann mit allen Künstlern die Abrechnung machen, während andere Leute eine feine Party starteten. Beim Verstauen des blöden Schlagzeugs durfte ich dann auch wieder helfen.

Was lernen wir daraus? Ich bin viel zu gut für diese Welt und sollte das Nein-Sagen vorm Spiegel üben.
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