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Meinungen, Probleme, Wünsche, etc. zum Video des Monats auf www.laufi.de / Opininions, trouble & wishes for the video of the month

Moderator: King Heath

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Carsten
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Beitrag von Carsten » Fr Mär 18, 2005 6:35 pm

Schulligung, der Logvogel bereitet mir Probleme.
Carsten

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Dietmar
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Beitrag von Dietmar » Fr Mär 18, 2005 9:00 pm

Anonymous hat geschrieben:Das ist ja hier ein Tummelplatz für Spekulanten! Wer hat Euch egentlich gesagt, dass DotCom nicht zusammen im Studio eingespielt wurde? Also ich erinnere mich da an die Anfangszeit der offiziellen website (als sie noch zu genießen war), da gab es Soundclips von den Proben und Entwicklungsstadien der DotCom-Stücke. Das klang alles sehr wohl nach ganzer Band im Studio, teilweise fast nach Schülerband!
Dagegen erinere ich mich noch an Aussagen füherer Bandmitglieder, die bemängelten, dass sie nur etwas spielen müssten, aber nie wüssten wofür und wie sich der fertige Song anhören würde (Barrie hat das oft gesagt und auch Peggy).
Trotzdem ist in ihrer Zeit großartige Musik enstanden!
Also, bitte nicht einfach alles nachplappern, nur weil irgendjemand in einem anderen Forum diese Gerüchte verbreitet.
Grützi
Carsten
Hm.... lasse mich ja gerne eines Besseren belehren. Manchmal verwischen die Erinnerungen ja auch und man neigt dazu, "Dinge über einen Kamm zu scheren". Denke aber, dass hat nun weniger was mit "Foren nachplappern" zu tun sondern einfach mit den Erfahrungen der letzten Alben.

Hab' nun grad noch mal die Tourdaten 1999 nachgeschaut, und da sie erst im Mai gestartet waren, haben sie's vermutlich wirklich - zumindest in weiten Teilen - noch gemeinsam aufgenommen. Was also dot.com angeht, schränke ich das "zusammenfrickeln" zumindest mal ein. Die damals veröfentlichten Demos würde ich da allerdings nicht als "Beweis" verwenden, schließlich waren es .... Demos.

Tatsache ist aber auch, dass die Aufnahmen zu SLOB schon 1998 begonnen hatten - und die letzten beiden Nummern auf dot.com waren (meines Wissens) nach auch Stücke, die eigentlich fürs Soloalbum gedacht waren, dann aber mit auf das Tull-Album gepackt wurden. Also so ganz aus der Luft gegriffen sind die Erinnerungen dann auch wieder nicht.

Sicher hast Du Recht, dass auch früher die Band schon die Parts eingespielt hat und sie nicht wussten, wie der ferige Song aussieht .... da erinnere ich mich auch dran. Vielleicht nur mit dem Unterschied, dass die Sachen in dem Stadium zumindest noch gemeinsam eingespielt wurden .... bis Anderson sie dann mit seinen Parts "vollendet" hat.

Ehrlich gesagt ist mir auch völlig egal, in welcher Form sie Platten aufnehmen (wenn sie denn überhaupt welche aufnehmen), mich stört vielmehr die über die letzten Jahre immer lascher und druckloser gewordene Produktion - das ist vom Sound her einer Band wie Tull/Anderson bald schon unwürdig. Da bringt man die alten Alben alle "remastered" raus (um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen ... ohne mich), aber gerade heute hab' ich mal wieder das Original der "Catfish Rising" gehört.... das war halt noch richtig druckvoll produziert .... eigentlich das letzte Studioalbum, dass für mich noch richtig "Biss" hatte (sowohl musikalisch als auch was den Sound angeht)

RtB war auch noch okay, aber ab dot.com aufwärts isses produktionstechnisch eigentlich nicht mehr einer Band wie Tull würdig .... daher wohl auch der häufiger auftretende Wunsch (von Leuten wie mir)nach einem "externen Producer", einer der zumindest mal darauf achtet, dass das nicht alles so larifari zusammengemischt wird....

Vielleicht hat's aber mit der Aufnahmetechnik in dem Sinne auch nix zu tun, sondern einfach damit, dass a) Anderson im wahrsten Sinne des Wortes ROCKmusik nicht mehr HÖREN kann (wie er mehrfach gesagt hat)oder eben b) .... die Band ist mittlerweile wirklich so lasch und drucklos, wie sich die Alben anhören ... auch daran könnte es liegen.

Man liest sich,
Dietmar

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Carsten
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Beitrag von Carsten » Fr Mär 18, 2005 9:49 pm

Ehrlich gesagt ist mir auch völlig egal, in welcher Form sie Platten aufnehmen (wenn sie denn überhaupt welche aufnehmen), mich stört vielmehr die über die letzten Jahre immer lascher und druckloser gewordene Produktion - das ist vom Sound her einer Band wie Tull/Anderson bald schon unwürdig. Da bringt man die alten Alben alle "remastered" raus (um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen ... ohne mich), aber gerade heute hab' ich mal wieder das Original der "Catfish Rising" gehört.... das war halt noch richtig druckvoll produziert .... eigentlich das letzte Studioalbum, dass für mich noch richtig "Biss" hatte (sowohl musikalisch als auch was den Sound angeht)

RtB war auch noch okay, aber ab dot.com aufwärts isses produktionstechnisch eigentlich nicht mehr einer Band wie Tull würdig .... daher wohl auch der häufiger auftretende Wunsch (von Leuten wie mir)nach einem "externen Producer", einer der zumindest mal darauf achtet, dass das nicht alles so larifari zusammengemischt wird....
Das war aber schon immer ein Anderson-Problem, dass er für eine richtig gute Produktion einfach nicht die richtigen Ohren, oder das richtige Equipment hat. Ich glaube, es sind die Ohren. Auch Catfish klingt nicht gerade nach "State of the Art". Gerade akustische Instrumente können ganz anders klingen! Schlimmstes Beispiel aus letzten Jahren ist sein Akustik-Gitarren-"Sound", der wirklich nur noch Sound ist und mit dem eigentlichen Instrument nichts mehr zu tun hat.

Ich bin nun schon seit 1969 dabei und trotz Abnutzungserscheinungen immer noch kindlicher, kindischer Fan, aber jedesmal wenn eine neue Platte rauskam dachte ich: "Tolle Musik, nur schade, dass sie nicht toll klingt."
Auch unter Robin Black wurde viel Mist verzapft (2old2) und als dann Ian in sein Heimstudio ging, klang es auch danach. Ich finde allerdings, dass "Divinities" und "Roots" noch recht gut abschneiden.

Aber Deinem Ruf nach einem Produzeten kann ich nur beipflichten!

Grützi
Carsten

Gast

Beitrag von Gast » Sa Mär 19, 2005 12:05 am

Carsten hat geschrieben:
Das war aber schon immer ein Anderson-Problem, dass er für eine richtig gute Produktion einfach nicht die richtigen Ohren, oder das richtige Equipment hat. Ich glaube, es sind die Ohren. Auch Catfish klingt nicht gerade nach "State of the Art". Gerade akustische Instrumente können ganz anders klingen! Schlimmstes Beispiel aus letzten Jahren ist sein Akustik-Gitarren-"Sound", der wirklich nur noch Sound ist und mit dem eigentlichen Instrument nichts mehr zu tun hat.
Wat soll das denn getz? (Sorry, meine Wahlheimat Ruhrgebiet/Sauerland, und der späte Freitag Abend mit den dazugehörigen Bieren schlägt jetzt durch.....lach)

Also - wenn ich jetzt wirklich böse wäre, würde ich dieses Topic mit : "Also, mein Freund Carsten :evil: " beginnen, aber ich bin ja nicht so ein aggressiver Typ, deshalb also nur: ALSO, Du hast gesagt das:
Das war aber schon immer ein Anderson-Problem, dass er für eine richtig gute Produktion einfach nicht die richtigen Ohren, oder das richtige Equipment hat. Ich glaube, es sind die Ohren.
Nööö, ist klar, er hat's (produktionstechnisch) nicht drauf... :twisted: Alben wie Benefit, Thick as a Brick, A Passion Play, Warchild, Minstrel, Too old to..., Songs from the wood, Heavy Horses, Stormwatch, A, Under Wraps, Crest, Rock Island, Catfish Rising und Roots to Branches klingen total doof.....er hat halt nicht die "Ohren", er ist halt nur der Songwriter und hat Tull in den letzen 30 Jahren mit einem Sch... Sound auf den Alben
versorgt.

Also mal ganz ehrlich, Carsten, das ist doch nunmal wirklich unqualifizierter Quark! Auch Deine Einwände bezügl. des ac. guitar Sounds sind müßig, weil, das hätte selbst Dir auffallen müssen, daß Ian heute ein ganz anderes Instrument spielt, was halt anders (wenn ich Du wäre würde ich sagen "scheiße" klingt), aber dennoch nach aller Produzentenregel korrekt (und auch korrigierend) aufgenommen wird!

Auch unter Robin Black wurde viel Mist verzapft (2old2) und als dann Ian in sein Heimstudio ging, klang es auch danach. Ich finde allerdings, dass "Divinities" und "Roots" noch recht gut abschneiden.
Oh, wie sachverständig, wahrscheinlich war die Produktion von "Crest of a knave" so k.cke, das die Jury den Preis aus Mitleid verliehen hat...... :twisted:

Wenn es ein bischen aggressiver war als sonst, so möge mir man das verzeihen.....es ist schon spät und Freitags.....lach

Whistling Catfish
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Beitrag von Whistling Catfish » Sa Mär 19, 2005 12:16 am

ooops, vergessen einzuloggen,

das davor war ich! Auch wenn das o. a. normalerweise nicht meiner Diskussionsdisziplin entspricht, übernehme ich, aus Gründen der Authenzität dennoch die Verantwortung! :shock: :shock: :shock:

lach.....und inhaltlich sowieso!

Wir sehen uns im Juni,
J.

.....und wir lesen uns bald. :D
I wish I was a Catfish, swimmin' in the deep blue sea....

Gast

Beitrag von Gast » Sa Mär 19, 2005 1:01 am

Nööö, ist klar, er hat's (produktionstechnisch) nicht drauf... Twisted Evil Alben wie Benefit, Thick as a Brick, A Passion Play, Warchild, Minstrel, Too old to..., Songs from the wood, Heavy Horses, Stormwatch, A, Under Wraps, Crest, Rock Island, Catfish Rising und Roots to Branches klingen total doof.....er hat halt nicht die "Ohren", er ist halt nur der Songwriter und hat Tull in den letzen 30 Jahren mit einem Sch... Sound auf den Alben
versorgt.
Ja, genau! Das hast Du richtig verstanden. Danke!
Also mal ganz ehrlich, Carsten, das ist doch nunmal wirklich unqualifizierter Quark!
Schmeckt aber auf einem Brötchen zum Frühstück ganz gut...wievie Fett hat eigentlich unqualifizierter Quark?
Auch Deine Einwände bezügl. des ac. guitar Sounds sind müßig, weil, das hätte selbst Dir auffallen müssen, daß Ian heute ein ganz anderes Instrument spielt, was halt anders (wenn ich Du wäre würde ich sagen "scheiße" klingt), aber dennoch nach aller Produzentenregel korrekt (und auch korrigierend) aufgenommen wird!
Na toll, aber warum spielt er das? Ich spiele noch die gleiche Gitarre wie vor 27 Jahren, die klingt dafür auch nicht scheiße. Ich bin mir aber sicher, dass auch seine Babygitarre mit den entsprechenden Equalizereinstellungen nett klingen könnte. Aber um mich eines besseren zu belehren kannst Du mir ja mal das Handbuch "Aller Produzentenregel" zukommen lassen.

Weinselige Grüße
Carsten

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Carsten
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Beitrag von Carsten » Sa Mär 19, 2005 1:04 am

...und ich werde es nie schaffen, mich korrekt ins Logbuch einzutragen.
Carsten nochma

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Dietmar
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Beitrag von Dietmar » Sa Mär 19, 2005 11:29 am

Vorweg mal an Euch bei betreffs Login .... man kann da beim Einlogen so'n Haken anklicken, dass man jedesmal automatisch eingeloggt wird. Solange man die Cookies nicht löscht, bleibt das dann erhalten .... finde ich persönlich ganz hilfreich (muß aber jeder selber wissen)

Ansonsten muß ich - sorry Jörg - Carsten in weiten Teilen beipflichten. Wobei ich die 70er Sachen halt nur begrenzt kritisieren würde - schließlich war die Technik damals nicht auf dem Stand wie sie heute ist, und es gab halt genügend andere Bands, wo der Sound ähnlich oder gar noch übler war. Außerdem war m.E. nicht alles schlecht.... "Aqualung" klingt halt, trotz aller Remasters, immer noch ziemlich grottig, denke mal, gleiches dürfte für "A" gelten (weiß ich aber nicht), manche Sachen sind offensichtlich nicht reparabel. Einige andere Sachen waren aber auch durchaus gelungen; z.B. "Songs From The Wood" oder auch "Stormwatch" (vielleicht etwas "kühl"). Und "Under Wraps" hat einen Hammersound, an dem ich mich heute noch begeistern kann (das Album war damals seiner Zeit voraus und wird es wohl immer bleiben....)

Warum Tull für "Crest Of A Knave" den Grammy gekriegt haben, ist doch bis heute nicht ganz geklärt, oder? Ein zweifelsohne gutes Album - aber der auf einigen Tracks verwendete Drumcomputer klang bereits 1987 beschissen ... von heute ganz zu schweigen. Das sind einfach produktionsmässige "Ausfälle", die eigentlich nicht sein müßten....

Das Original der "Catfish Rising" klingt heute, in der Tat, auch nicht mehr ganz "State Of The Art". Das aber m.E. in einem Rahmen, der vertretbar ist, weil man heute ingsamt viel fetter und dynamischer produzierte Sachen gewohnt ist. Das ist für mich mittlerweile auch ein Grund, nach Möglichkeit generell keine Original-CD's mehr zu kaufen, die älter als 10 Jahre sind. Der Sound auf guten Alben hat sich da die letzten Jahre deutlich weiterentwickelt, und vieles vor 1990 entspricht halt nicht mehr dem, wie man es heute gewohnt ist. Vor dem Hintergrund haben viele Remasters ja auch durchaus ihre Berechtigung, ich will das ja nicht generell verdammen ....

Ich fand's halt nur traurig, da ich bereits unmittelbar nach VÖ der dot.com dachte: "das jetzt noch mal remastered und dann wäre das ein richtig cooles Album...." Das kann's aber ja nicht sein. Meiner Meinung nach ist das bei Tull gerade die letzten Jahre vom Sound her immer übler geworden - dagegen waren in den 70ern zumindest einige hörenswerte Sachen dabei.

Und was die akustischen Instrumente angeht, so ist mir das Problem halt insbesondere live (bzw. auf Live-Aufnahmen) aufgefallen. Eine Akustik-Gitarre kann wirklich ganz anders klingen, und ich glaube nicht, dass es etwas mit der Größe zu tun hat (zumindest im Fall der Gitarre :wink: ). Eines meiner letzten Bootlegs stammt aus dem Jahre 2000, irgendein USA Konzert - und DA klang die Akustik-Gitarre plötzlich supergenial.... keine Ahnung, was er damals plötzlich geändert hatte. Leider hab' ich die Entwicklung seitdem nicht mehr so verfolgt, als dass ich zum heutigen Stand da noch etwas zu sagen könnte....

Grüße Dietmar

Jack-a-lynn
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Beitrag von Jack-a-lynn » Sa Mär 19, 2005 2:04 pm

Mein Gott, was seid Ihr alle schlau :!: (ernst gemeinter spontaner Gedanke bei der Lektüre der letzten Einträge)

ich höre ein Tull-Album, bin mehr oder weniger angetan - meistens mehr - und damit hat sich's.
Hab's nie wissenschaftlich betrachtet und dabei nix vermisst.

Gast

Beitrag von Gast » Sa Mär 19, 2005 8:08 pm

ich höre ein Tull-Album, bin mehr oder weniger angetan - meistens mehr - und damit hat sich's.
Hab's nie wissenschaftlich betrachtet und dabei nix vermisst.

Herzlichen Glückwunsch! Du bist ein glücklicher Mensch und das gönne ich Dir. Ich frage mich nur, weshalb Du dann unseren ganzen Mist hier liest, nix wie weg hier und ran anden CD-Player!
Wenn ich aber mit was nicht ganz so glücklich bin, darf ich das auch mal äußern, oder? Ich habe mich (leider?) fast mein ganzes Leben mit Msik auch wissenschaftlich befasst. Ich liebe auch Musik mit Eiern, da man aber Musik doch meistens mit den Ohren wahrnimmt, sollte das akustische auch stimmen. Jahrhundertelang haben sich die Menschen (bzw. Instrumentenbauer, Architekten, Akustiker, Tonigenieure) damit befasst. Möchtest Du noch mehr Arbeitslose?

Zu Dietmar und dem pfeifenden Wels kann ich nur beschwichtigend sagen: Ich finde auch nicht alles katastrophal (oder nix?), es stört mich nur oft. Tull-Aufnahmen haben einfach keine Räumlichkeit. Die kommen daher wie ein Brett im Plüschkostüm: Platt und verwaschen. Es gibt einfach zig Beispiele von anderen Rockgrößen, die viel beser klingen.

Ansonsten Dietmar: Die remasterten CDs lohnen sich zum großen Teil sehr! Haben-Müsser: Stand Up, Benefit, A Passion Play, Warchild, 2Old2, Stormwatch.

Salute
Carsten

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Carsten
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Beitrag von Carsten » Sa Mär 19, 2005 8:15 pm

Schwöre Mann, schatte misch eingeloggt. Hier spukts! Muss ich zum Psychater? Ich glaube, es liegt an meiner automatischen DSL Trennung nach 90 Sek. Inaktivität.
Carsten

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Dietmar
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Beitrag von Dietmar » Sa Mär 19, 2005 10:29 pm

Jack-a-lynn hat geschrieben:Mein Gott, was seid Ihr alle schlau :!: (ernst gemeinter spontaner Gedanke bei der Lektüre der letzten Einträge)

ich höre ein Tull-Album, bin mehr oder weniger angetan - meistens mehr - und damit hat sich's.
Hab's nie wissenschaftlich betrachtet und dabei nix vermisst.
Naja, "wissenschaftlich betrachtet" würde ich das dann nicht nennen. Mir war halt gute Klangqualität - soweit meine Ohren sie noch beurteilen können - schon immer wichtig. Manchmal isses auch egal, wenn die Performance so überragend ist, dass man über klangliche Mängel auch mal "hinweghören" kann (wie bei einigen Bootlegs). Ingesamt hab' ich da aber eine gewisse Erwartungshaltung, die gerade in der "U-Musik" leider nicht immer erfüllt wird. In der Klassik wird da (vermutlich) mehr drauf geachtet, aber wenn einem die Musik dann nix gibt, nützt der gute Sound leider auch wenig.... :roll:
Anonymous hat geschrieben: Zu Dietmar und dem pfeifenden Wels kann ich nur beschwichtigend sagen: Ich finde auch nicht alles katastrophal (oder nix?), es stört mich nur oft. Tull-Aufnahmen haben einfach keine Räumlichkeit. Die kommen daher wie ein Brett im Plüschkostüm: Platt und verwaschen. Es gibt einfach zig Beispiele von anderen Rockgrößen, die viel beser klingen.
Dem kann ich nun ausnahmsweise mal nix hinzufügen .... und das kommt hier äußerst selten vor :wink:
Anonymous hat geschrieben:
Ansonsten Dietmar: Die remasterten CDs lohnen sich zum großen Teil sehr! Haben-Müsser: Stand Up, Benefit, A Passion Play, Warchild, 2Old2, Stormwatch.
Glaub' ich Dir! Einige Sachen hab' ich ja auch, allerdings nicht den remasterten Katalog, der seit 2001 (?) bzw. dieser merkwürdigen "Very Best Of" neu aufgelegt wurden. Hab' halt etliche MSFL Versionen, die waren zwar schw....teuer, aber das hatte sich soundmäßig wirklich gelohnt.

Heute höre ich Tull leider zu selten, als dass sich weitere Anschaffungen derart lohnen würden. Und Sammler bin ich eh nie gewesen, hab' immer nur die Sachen gekauft, die ich dann tatsächlich auch hören wollte....

Grüße Dietmar

Whistling Catfish
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Beitrag von Whistling Catfish » So Mär 20, 2005 2:42 pm

Jack-a-lynn hat geschrieben:Mein Gott, was seid Ihr alle schlau :!: (ernst gemeinter spontaner Gedanke bei der Lektüre der letzten Einträge)

ich höre ein Tull-Album, bin mehr oder weniger angetan - meistens mehr - und damit hat sich's.
Hab's nie wissenschaftlich betrachtet und dabei nix vermisst.
Und recht hast Du!

Im Grunde genommen ist die ganze Diskussion Quatsch. Für meine Begriffe ist Anderson ein überaus guter Produzent, dessen Arbeiten (jetzt mal ganz ungeachtet der Musik, sondern nur produktionstechnisch gesehen) den Vergleich zu anderen Produktionen nicht zu scheuen brauchen. Herausstehende Beispiele für meinen Geschmack sind Warchild, Heavy Horses, Songs from the wood, Under Wraps und SLOB! Die meisten anderen Alben finde ich soundmäßig alle ok, bis auf Aqualung, aber warum dieses Album soundmäßig ein bischen schwächer klingt ist uns ja lang und breit erklärt worden!

Mir persönlich sagt der Sound von Dot Com halt nicht so zu, weil er mir zu wenig lebendig klingt.

Aber alles in allem ist der Ansatz von Jack-a-lynn der einzig Wahre, da die Einschätzung derlei Dinge doch arg subjektiv und geschmackabhängig ist.

Bezügl. der "Produzentenregeln" und derer Verletzung oder Einhaltung kann ich von meiner Seite aus nur sagen, daß eine Aufnahe stets ausgewogen und transparent klingen sollte! Und sie sollte nicht umher"dumpfen"! Und das kann man Ian's Produktionen allen bescheinigen.

Im übrigen, ein Beispiel für Geschmackverirrung (nach meinen Maßstäben) eines der besten Rock'n'Roll Produzenten weltweit ist Bob Rock! Der Mann hat ja nun mehrfach bewiesen, daß er wahnsinnig druckvolle Alben produzieren kann und legte jetzt am Schluß mit Metallica's St. Anger eine Platte vor, die einem soundmäßig den Appetit verdirbt! Gut, die Songs sind auch nicht viel besser, aber mit einem anständigen und internationalen Standards entsprechenden Sound gingen selbst die! Und das "Schlimme" ist, er hat diesen Sound vermutlich bewusst so eingestellt! Na, ja - aber daran sieht man mal wieder wie subjektiv sowas ist, womöglich finden andere das total innovativ!

Also, Jack-a-lynn, aus meiner Sicht kann ich Dir nur vollkommen zustimmen, daß man sich auf derartige Diskussionen gar nicht einlassen sollte!

Ich hör' mir jetzt erst mal Roots to Branches an....da hat man mehr von!

Viele Grüße und bis bald,
J.
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Dietmar
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Beitrag von Dietmar » So Mär 20, 2005 3:58 pm

Whistling Catfish hat geschrieben: Im Grunde genommen ist die ganze Diskussion Quatsch.
Hm.... diese Worte nun gerade aus Deinem Munde; das enttäuscht mich doch ein kleinwenig. Dann können wir uns ja diese (und ähnliche) "F(l)achsimpeleien" in Zukunft ganz sparen und stattdessen lieber die Frühlingssonne genießen 8)

Gruß Dietmar

Whistling Catfish
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Beitrag von Whistling Catfish » Di Mär 22, 2005 11:14 am

Dietmar hat geschrieben:
Whistling Catfish hat geschrieben: Im Grunde genommen ist die ganze Diskussion Quatsch.
Hm.... diese Worte nun gerade aus Deinem Munde; das enttäuscht mich doch ein kleinwenig. Dann können wir uns ja diese (und ähnliche) "F(l)achsimpeleien" in Zukunft ganz sparen und stattdessen lieber die Frühlingssonne genießen 8)

Gruß Dietmar
Naja, sicherlich würde unserem Teint diese Frühlingssonnennummer besser zu Gesicht stehen, aber die F(l)achsimpeleien sind zwar Quatsch, aber Quatsch machen heisst ja auch Spaß machen..... :lol:

...also so schnell werdet Ihr mich auch wieder nicht los....lach

:twisted:

Bis bald,
J.
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