Austieg aus dem Austieg

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Moderator: King Heath

Laufi
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Beitrag von Laufi »

Moin:
Wotan hat geschrieben:die Tulpenzüchter machen sich schon richtig Sorgen!

http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2n ... rofilepage
DAS ist echt heftig!

Nun ja. Ich bewege mich derzeit in so nem Vakuum und bemerke an mir -als politisch eigentlich interessierter und hochmotivierter Mensch- tatsächlich so ne Art Politikverdrossenheit. Ich meine, hätten "die Anderen" jetzt wirklich soviel anders gemacht? Nicht, daß ich in irgendeiner Art und Weise mit Frau Merkel und besonders Frau Westerwelle sympathisieren möchte!

cheers,

Laufi
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Wotan
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Beitrag von Wotan »

Ob die anderen es besser gemacht hätten? Das ist die Frage.
Die SPD in ihrem jetzigen Zustand sicher nicht! Die Grünen?
Nur, der Atomausstieg war beschlossene Sache. Kaum sind die jetzt in der Verantwortung, wird praktisch als erste Maßnahme dieser Ausstieg rückgängig gemacht.
Bislang haben wir verdammtes Glück gehabt, dass es noch zu keinem größeren Zwischenfall in einem AKW gab. Reines Glück.
Die Endlagerung dieses Scheißdreckszeugs ist überhaupt nicht klar. In Tomsk (Sibirien) lagrn über 21.00 Tonnen Uranium 235 deutscher Herkunft inmitten der Prärie. Untergebracht in ganz normalen Containern.
Das Zeugs strahlt zwar nicht so stark wie Cäsium oder gar Plutonium. aber es strahlt.
An einer tatsächlichen Wiederaufarbeitung ist keine Sau interessiert, da unwirtschaftlich!
Es ist ja auch nicht so, dass die Damen und Herren nicht wüssten was zu tun ist, bezügl. der generellen Frage, wie es in der Energiepolitik weitergehen soll.
Die Konzepte liegen vor!
Als die Banken letztes Jahr abpfiffen, wurden innerhalb von Stunden rd. 500 Milliarden an Bürgschaften etc.pp. bereit gestellt.
Das mag sogar richtig gewesen sein, das sonst der gesamte Geldmarkt zusammen gebrochen wäre!
Nur, war das Zukunftsweisend? Immer weiter so?
Zukunftsweisend ist es allerdings, uns alle , Wirtschaft und Verbraucher unabhängig von Atomstrom und den Exporten von Öl ,Gas und Kohle zu machen.
Und hierfür kann und muss die Politik die Rahmenbedingungen schaffen!
Dass dieses funktioniert, belegen mehrere wissenschaftliche Studien. Zuletzt die, der Fachhochschule Osnabrück!
Man muss es nur wollen und umsetzen. Dazu brauchts allerdings Mut und Charakter!
Was sich jetzt abzeichnet ist genau das Gegenteil.

Wotan

Überigens, das schafft auch moderne Arbeitsplätze.
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Nightcap
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Beitrag von Nightcap »

Wotan hat geschrieben:Zukunftsweisend ist es allerdings, uns alle , Wirtschaft und Verbraucher unabhängig von Atomstrom und den Exporten von Öl ,Gas und Kohle zu machen.
Und hierfür kann und muss die Politik die Rahmenbedingungen schaffen!
Dass dieses funktioniert, belegen mehrere wissenschaftliche Studien. Zuletzt die, der Fachhochschule Osnabrück!
Man muss es nur wollen und umsetzen. Dazu brauchts allerdings Mut und Charakter!
Was sich jetzt abzeichnet ist genau das Gegenteil.

Wotan

Übrigens, das schafft auch moderne Arbeitsplätze.
Andere Länder setzen da deutlichere und mutigere Akzente.
Gerade gefunden:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 33,00.html

Nur wir machen eben weiter wie immer.
Deswegen haben wir auch die Hybridtechnik verpennt, um mal nur ein Beispiel zu nennen.

Im Übrigen glaube ich schon, dass "die Anderen" gerade im Bereich Energie, Verkehr etc. eine verantwortungsvollere Richtung eingeschlagen hätten, von der Sozialpolitik ganz zu schweigen. Dass die Arbeitnehmer in Zukunft die Steigerung der Krankenkassenbeiträge alleine schultern dürfen, ist super sozial - für die Arbeitgeber....
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Laufi
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Beitrag von Laufi »

Moin:
Nightcap hat geschrieben:Nur wir machen eben weiter wie immer.
Ja, das können wir schon seit Jahrzehnten ganz gut, oder?
Im Übrigen glaube ich schon, dass "die Anderen" gerade im Bereich Energie, Verkehr etc. eine verantwortungsvollere Richtung eingeschlagen hätten, von der Sozialpolitik ganz zu schweigen.
Das denke ich prinzipiell eigentlich auch. Eigentlich, denn immerhin hat die SPD ja z.B. dieses unsägliche "Umweltprämie" mit verwurschtelt.

Ich bin ja verkehrspolitisch aktiv (http://www.radfahren-in-koeln.de) und kann z.B. attestieren, daß ich -zumindest lokal- bei dem, was die Grünen teilweise verkehrspoltisch vertreten möchten, die Krise kriege.

Irgendwie gibt's doch nur noch ne Mitte mit minimalen Ausschlägen und so sehr unterscheiden die sich alle nicht, oder? Das meinte ich.

cheers,

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Beitrag von Nightcap »

Laufi hat geschrieben:Eigentlich, denn immerhin hat die SPD ja z.B. dieses unsägliche "Umweltprämie" mit verwurschtelt.
Da möchte ich Dir gar nicht widersprechen!
Laufi hat geschrieben:Ich bin ja verkehrspolitisch aktiv (http://www.radfahren-in-koeln.de) und kann z.B. attestieren, daß ich -zumindest lokal- bei dem, was die Grünen teilweise verkehrspoltisch vertreten möchten, die Krise kriege.
Interessante Seite, kannte ich noch gar nicht.
Ich weiß nur von meinen Köln-Trips, dass Radfahren dort nicht ganz ungefährlich ist...

Wer sich übrigens für eine Bewertung des Koalitionsvertrags aus Sicht des VCD (Verkehrsclub Deutschland) interessiert (das Teil ist ziemlich umfangreich):
http://www.vcd.org/fileadmin/user_uploa ... ertrag.pdf
Laufi hat geschrieben:Irgendwie gibt's doch nur noch ne Mitte mit minimalen Ausschlägen und so sehr unterscheiden die sich alle nicht, oder? Das meinte ich.
Das ist sicher richtig, aber die Ausschläge sind für mich zumindest soweit noch erkennbar, dass ich Merkel und Westerwelle nicht gewählt habe :wink:
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Beitrag von Laufi »

Hi:
Nightcap hat geschrieben:Interessante Seite, kannte ich noch gar nicht.
Ich weiß nur von meinen Köln-Trips, dass Radfahren dort nicht ganz ungefährlich ist...
Das kommt drauf an, was Du unter "gefährlich" verstehst. Es wird zumindest gefährlich gemacht, indem Radfahrer (wie meist überall anders auch) konsequent aus dem Verkehrsgeschehen separiert werden. Dies sorgt dort, wo er mit dem motorisierten Verkehr wieder zusammenstößt, für erhebliche Gefahren (vgl. Unfälle mit Rechtsabbiegern und "Radwegen", etc.). Ganz zu Schweigen von der schlichten Behinderung flüssigen Radverkehrs durch Führung über Bürgersteige, schlechte und zu schmale Wegstrecken, etc. Die Lösunf heißt: Mischverlehr! Dass einige Parteien es nicht besser wissen, erwarte ich gar nicht anders, daß aber eine Partei wie die Grünen sich letztlich tatsächlich als "Autofahrerpartei" darstellt (ob bewußt oder unbewußt, sei mal dahin gestellt), daß empfinde ich als Witz. Ein Fahrradfahrer müsste heutzutage (vgl. Klimadiskussion, etc.) eigentlich IMMER bevorzugt werden.
Wer sich übrigens für eine Bewertung des Koalitionsvertrags aus Sicht des VCD (Verkehrsclub Deutschland) interessiert
Danke für den Link, werde ich mal durcharbeiten.
Das ist sicher richtig, aber die Ausschläge sind für mich zumindest soweit noch erkennbar, dass ich Merkel und Westerwelle nicht gewählt habe :wink:
Natürlich! Wie sagte Werner schon vor ca. 20 jahren: kleinsten Haufen Kacke wählen!

cheers,

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Beitrag von Whistling Catfish »

Wotan hat geschrieben:Es ist ja auch nicht so, dass die Damen und Herren nicht wüssten was zu tun ist, bezügl. der generellen Frage, wie es in der Energiepolitik weitergehen soll.
Die Konzepte liegen vor!
(...)
Zukunftsweisend ist es allerdings, uns alle , Wirtschaft und Verbraucher unabhängig von Atomstrom und den Exporten von Öl ,Gas und Kohle zu machen. (...)Dass dieses funktioniert, belegen mehrere wissenschaftliche Studien. Zuletzt die, der Fachhochschule Osnabrück!


Wotan

Überigens, das schafft auch moderne Arbeitsplätze.
Ich nehme an, Du meintest "IMPORTE" von Öl, Gas etc.....weil unsere Vorkommen ja dann wohl doch ein wenig dürftig sind um sie auch noch zu exportieren, gell? Aber davon mal abgesehen - so völlig unabhängig von Kernkraft und den fossilen Energieträgern? Alles erneuerbar?? Und die technisch realistischen Konzepte existieren bereits??? Die FH Osnabrück (!) hat sie ausgetüftelt???? Wow! Und wir alle, Wirtschaft und Verbraucher kommen damit durch die nächsten 50 Jahre, oder wie?

Na, dann sag' mal bitte! Also jetzt hast Du mich aber doch neugierig gemacht und ich bin doch jetzt sehr auf das bahnbrechende und nachhaltige Konzept der FH Osnabrück (!) zur Lösung der Energiefrage gespannt. Und ich frag' Dich hier aus ureigenstem Interesse - denn ich verdiene meine Brötchen mehr oder weniger unmittelbar mit Kraftwerksbau und beschäftige mich daher schon rein professionell mit der dieser Frage einigermaßen ausführlich....das sage ich der Fairness wegen vorweg!
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Beitrag von Wotan »

natürlich gehts um Importe!
Die Studie suche ich raus und stell sie hier ein!

Überigens sind es rd. 21.ooo Tonnen und radioaktiver Abfall aus deutschen AKWs die in Tomsk unter freiem Himmel lagern. Nicht 21 t.

Wotan


rein Interessen halber: Welche Art von Kraftwerken verkaufst du denn?
Blockkraftheizwerke, nehme ich mal an?
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Beitrag von Wotan »

Nachtrag:

soll heißen: Blockheizkraftwerke.

Die Studie der FH Osnabrück bezieht sich schwerpunktmäßig auf die Nutzung von Solarenergie!

Wotan
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Beitrag von Wotan »

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,632644,00.html

Wenn wir es nicht tun, tun`s andere! Genau wie beim Hybrid Auto und demnächst beim Elektroauto.

So einfach ist das!


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Beitrag von Wotan »

darum gehts:

http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=291 ... 76154.html


das ganze Dilemma.

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Beitrag von Wotan »

Studien zu dem Thema u.a. hier:

http://www.presseportal.de/story.htx?nr ... consulting

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Beitrag von Wotan »

Das klassische Automobil mit Verbrennungsmotor hat ausgedient. Morbider Glanz aus längst vergangenen Tagen! Ein Relikt des 20. Jahrhunderts, reif fürs Museum!

http://www.welt.de/motor/article2148742 ... nomen.html


Für Mercedes und BMW dürfte s künftig schwieriger werden. VW hingegen scheint hier gut aufgestellt zu sein.

@Laufi
ich habe mir neuerdings ein Fahrrad mit Elektroantrieb zugelegt. Ich kann also "normal" treten. Kann aber auch wahlweise den Antrieb hinzu schalten. Der Akku hat ne Reichweite von 80 km...
Tolle Sache. Für dich als Sportsmann natürlich weniger interessant.
wotan
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Beitrag von Laufi »

Moin:
Wotan hat geschrieben:Tolle Sache. Für dich als Sportsmann natürlich weniger interessant.
Ja, natürlich. Ich gebe ehrlich zu, daß ich da gaaaanz herzlich drüber gelacht habe, als die Dinger als 'das neue Ding' angepriesen wurden und die natürlich in meinen Kreisen ordentlich verpönt sind, ABER: ich sehe da mittlerweile wirklich viele mit rumfahren und das sind hauptsächlich Leute, die sonst wohl eher mit dem Auto fahren würden. Kriegt man damit also Leute generell vom Auto aufs Fahrrad, dann ist das auf jeden Fall ne Super Sache und ich ziehe mein anfängliches Stirnrunzeln gerne zurück.

Ich bin unabhängig davon der festen Überzeugung, daß man 3/4 aller städtischen Angelegenheiten mit dem Fahrrad erledigen kann - vorausgesetzt, man hat eine normale körperliche Konstitution und keine Gebrechen. Würden sich das nur ein paar Menschen beherzigen, hätte man schon einiges an Energie gespart.

Ich bin mit meinem Vater (58 Jahre alt, für sein Alter normale Konstitution - starker Raucher, nicht topfit, aber keine Gebrechen) desletzt nach Leverkusen ins Fußballstadion gefahren - mit dem Fahrrad. Ich hab ihn angeflunkert, daß das 4-5 Kilometer wären und einfach auf ein Rad gesetzt. Eine einfache Strecke waren 13 KM und ja, er war dann abends nach 3 Bieren müde und hatte am nächsten Tag nen leichten Muskelkater, aber letztendlich hat er eingesehen, daß das überhaupt keine Zauberei ist!

cheers,

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Beitrag von Wotan »

http://www.wiso.fh-osnabrueck.de/7769.html


Unter Energie - Machbarkeitsstudie.
Machbarkeit für alle Flächenländer so wie die BRD. D.h.: die meisten Deutschen leben auf`m Platten Land!
Lief auch im TV. Entweder bei Kontraste oder -frontal 21, oder?
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr!
Leider befürchte ich, dass wir in Germany zwar die Entwicklung "gemacht" haben, aber die Umsetzung machen andere. Wie so oft!
China produziert z.Zt. auf Teufel komm raus die Module! Die Preise liegen rd. 30% unter den hiesigen und es geht noch weiter nach unten. so dass es sich wirtschaftlich rechnet!


Wotan
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