Politik
Verfasst: Mi Mär 03, 2010 12:47 am
Nun mag nicht jeder, dass auf diesem Forum Politik diskutiert wird, trotz dem viele Texte unserer Lieblingsband natürlich politisch sind - wenn auch nicht partei- oder ideologiepolitisch -, denn selbstverständlich gehört zu jeder Diskussion über Kulturprodukte auch die Politik, denn sie ist Teil der Gesellschaft und deshalb Thema jeder Kulturdiskussion.
Ich sehe mir schon lange keine Diskussionen im Fern mehr an. Christiane Sabinsen am Sonntagabend war immer eine reine Horrorshow, die niemand mit reinem Geist ertragen konnte. Frau Maischberger war und ist da von anderem Kaliber - ihre Gäste leider nicht. Dennoch bin ich in ihrer heutigen Sendung hängen geblieben. Und schon wird mein Weltbild positiv verändert. Nein, es war nicht der tätowierte, schnauzbärtige Arbeitslosenhilfeempfänger aus dem Harz, der (aus politischen Gründen) Arbeit scheiße findet, auch nicht Westerwelles Kumpel Martin Lindner, der ganz offensichtlich die Wiedergeburt von Richard Nixon ist (gemein nur vom Wiedergeburtsorganisator, ihn auch noch genau so aussehen zu lassen), noch der glubschäugige (reine Polemik) Pseudodonaldtrump, der nach seiner Scheidung vom Burdaklan und Pleite beim immobilen Goldgraben im damals noch frisch erschlossenen Osten sein Unternehmen in die Scheiße fuhr und stattdessen im ein paar Jahrhunderte voher von den Seminolen gewalttätig erworbenen Florida durch Immobilienschiebereien sich selbst superreich "und ein paar Milliardäre" gemacht hat, sondern der Unternehmerzwerg Grupp (wahrscheinlich der uneheliche Sohn seines Namensvetters mit K am Anfang). Hat sich der Mann herrlich in meinem Sinne aufgeregt. Das ist ein Unternehmer nach meinem Geschmack. Arbeiten möchte ich für ihn und seine Kittelfabrik nicht, aber er hat Recht. Wenn wir denn schon behaupten, in einer sozialen Marktwirtschaft zu leben, dann brauchen wir auch solche Unternehmer, die von ihren Angestellten, bis zur Putzfrau/mann (soviel Zeit muss sein) verlangen, den Kopf einzuschalten und je nach Kopfeinschaltungsgrad auch bereit ist, entsprechend mehr abzudrücken. Und der sich darüber aufregt, dass es in diesem Lande überhaupt Mindestlohndiskussionen gibt, die er für gänzlich überflüssig hält, da es doch wohl selbstverständlich sein muss, einem Arbeitnehmer, der diese Bezeichnung verdient, einen Lohn zu zahlen von dem Letzterer Leben kann - und nicht nur das, sondern auch ein Häusle baue und die Kinder auf die Uni schicken kann. Solche Unternehmer helfen uns vielleicht auch auf den Weg zum neuen Menschen und dann kann sie kommen, die Weltrevolution, und keiner wird's merken.
Konfusius Heath
P.S.: Danke Guido. Das war zwar genau nicht das was Du wolltest, aber man kann in einem blau-gelben Politikerleben, immer am Rande der 5-Prozent-Hürde und mit gierigen Hoteliers im Nacken, eben nicht immer alles haben: "Hey there people, I'm Guido Brown, ..."
KH
Ich sehe mir schon lange keine Diskussionen im Fern mehr an. Christiane Sabinsen am Sonntagabend war immer eine reine Horrorshow, die niemand mit reinem Geist ertragen konnte. Frau Maischberger war und ist da von anderem Kaliber - ihre Gäste leider nicht. Dennoch bin ich in ihrer heutigen Sendung hängen geblieben. Und schon wird mein Weltbild positiv verändert. Nein, es war nicht der tätowierte, schnauzbärtige Arbeitslosenhilfeempfänger aus dem Harz, der (aus politischen Gründen) Arbeit scheiße findet, auch nicht Westerwelles Kumpel Martin Lindner, der ganz offensichtlich die Wiedergeburt von Richard Nixon ist (gemein nur vom Wiedergeburtsorganisator, ihn auch noch genau so aussehen zu lassen), noch der glubschäugige (reine Polemik) Pseudodonaldtrump, der nach seiner Scheidung vom Burdaklan und Pleite beim immobilen Goldgraben im damals noch frisch erschlossenen Osten sein Unternehmen in die Scheiße fuhr und stattdessen im ein paar Jahrhunderte voher von den Seminolen gewalttätig erworbenen Florida durch Immobilienschiebereien sich selbst superreich "und ein paar Milliardäre" gemacht hat, sondern der Unternehmerzwerg Grupp (wahrscheinlich der uneheliche Sohn seines Namensvetters mit K am Anfang). Hat sich der Mann herrlich in meinem Sinne aufgeregt. Das ist ein Unternehmer nach meinem Geschmack. Arbeiten möchte ich für ihn und seine Kittelfabrik nicht, aber er hat Recht. Wenn wir denn schon behaupten, in einer sozialen Marktwirtschaft zu leben, dann brauchen wir auch solche Unternehmer, die von ihren Angestellten, bis zur Putzfrau/mann (soviel Zeit muss sein) verlangen, den Kopf einzuschalten und je nach Kopfeinschaltungsgrad auch bereit ist, entsprechend mehr abzudrücken. Und der sich darüber aufregt, dass es in diesem Lande überhaupt Mindestlohndiskussionen gibt, die er für gänzlich überflüssig hält, da es doch wohl selbstverständlich sein muss, einem Arbeitnehmer, der diese Bezeichnung verdient, einen Lohn zu zahlen von dem Letzterer Leben kann - und nicht nur das, sondern auch ein Häusle baue und die Kinder auf die Uni schicken kann. Solche Unternehmer helfen uns vielleicht auch auf den Weg zum neuen Menschen und dann kann sie kommen, die Weltrevolution, und keiner wird's merken.
Konfusius Heath
P.S.: Danke Guido. Das war zwar genau nicht das was Du wolltest, aber man kann in einem blau-gelben Politikerleben, immer am Rande der 5-Prozent-Hürde und mit gierigen Hoteliers im Nacken, eben nicht immer alles haben: "Hey there people, I'm Guido Brown, ..."
KH